Harry Hachmeisters Ausstellungen sind stets überraschend: Kunstwerke aus Keramik, Fotografie, Malerei und Zeichnung versammeln sich zu ebenso humorvollen wie tiefgründigen Ensembles. Sie werfen grundlegende Fragen auf: Was macht die Identität eines Menschen aus? Müssen wir uns gesellschaftlichen Rollenbildern fügen – oder ist es nicht viel interessanter, außerhalb von Schubladen zudenken? Und welche Rolle spielen Tiere dabei? Ausgehend von persönlichen Erfahrungen, sind Hachmeisters Werke ein Plädoyer für Diversität und die unerschrockene Begegnung mit dem vermeintlich Anderen, das vielleicht so anders gar nicht ist.
Mit seinem breiten, unkonventionellen Ansatz und seiner Fähigkeit, grundlegenden gesellschaftlichen Themen auf visuell eindringliche und zugleich spielerische Weise Ausdruck zu verleihen, hat sich der 1979 in Leipzig geborene Harry Hachmeister einen Namen in der deutschen Gegenwartskunst gemacht. Nach seinem Studium in Leipzig, Cuenca und Wien waren seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem im Museum der bildenden Künste Leipzig, in der MEWO Kunsthalle Memmingen, im Museum Folkwang in Essen, im Museum für Photographie Braunschweig und im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Im Jahr 2026 gehörte Hachmeister zu den acht Nominierten für den renommierten Pauli-Preis der Kunsthalle Bremen, der als einer der bedeutendsten Preise für zeitgenössische Kunst in Deutschland gilt.