Textilkunst galt lange als „Frauensache“ – während das männliche Genie malte und meißelte, wurde der weibliche Part auf Stricken, Weben und Sticken reduziert. Die Künstlerin Heidrun Schimmel (*1941) lässt sich von solchen Klischees nicht einschränken. Stattdessen verfolgt sie ihren eigenen Weg und setzt sich seit den 1980er- und 1990er-Jahren aktiv für Gleichberechtigung im Kunstbetrieb ein.
Ein Meilenstein war das von ihr initiierte Symposium und die Ausstellung „Kunst und/von Frauen“ 1982 an der Akademie der Bildenden Künste in München, an dem auch Wegbereiterinnen der künstlerischen Frauenbewegung wie Miriam Cahn und Valie Export teilnahmen.
Im Rahmen der Frauenwochen in der Kunsthalle Schweinfurt können Besucher:innen Heidrun Schimmel bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und in ungezwungener Atmosphäre mehr über ihr Leben und Schaffen erfahren. Im Herbst ist ihr Werk zudem in der Ausstellung „FÄDEN. Textiles in der zeitgenössischen Kunst“ zu sehen.
Eintritt: 10 Euro (inklusive ein Getränk)