Über Jahrhunderte diente die Mauer als Lademauer. Hier wurden Warenbe- und entladen, insbesondere der Karlstadter Wein. Der Fluss war das Rückgrat des Handels und die Mainlände bedeutendster Umschlagplatz der Stadt. Hier kamen aber nicht nur Güter in den Umlauf, sondern auch Geschichten. An der Mauer wurde erzählt, gelacht, übertrieben und manchmal auch ein bisschen geflunkert. Deshalb heißt die alte Lademauer im Volksmund "Lügenmauer" oder liebevoll "Lügenmäuerle".
Der Shoppen am Lügenmäuerle
In Karlstadt am Main gibt es eine ganz besondere Mauer. Sie liegt direkt am Main, vor dem historischen Maintor, einem der drei ehemaligen Stadttore der Stadt.
Auch wenn heute kein Wein mehr geladen wird, so ist die Bedeutung der Mauer geblieben. Noch immer ist sie beliebter Treffpunkt für Einheimische und mittlerweile auch für Besucher. Sie alle schätzen den sensationellen Blick über den Main zur Ruine der Karlsburg und zur mittelalterlichen Stadtmauer mit dem Maintor. Vor allem abends, wenn die Sonne untergeht, lässt es sich hier gut aushalten. Der Ort ist deshalb ein idealer Platz, um einen Freiluftschoppen zu genießen. Die „Schöppler“ können sich Wein und Essen entweder selbst mitbringen oder in der Stadt besorgen. Mit einer Picknickdecke auf der Mauer oder im Gras können sieden Abend und die Atmosphäre am Fluss genießen. Und wer weiß, ob hier nicht heute noch so manche liebenswerte Geschichte gesponnen wird?
Kontakt: Tourist-Information Karlstadt, Hauptstraße 9, 97753 Karlstadt, Tel. 09353/79022700, tourismus@karlstadt.de, www.karlstadt.de
