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Der Lauscher vor dem Rathaus

ARTBREIT-Leiter Claus Peter Berneth über sein liebstes Stück Marktbreit

Die kleine Stadt Marktbreit liegt beschaulich an der Südspitze des MainDreiecks. Zwischen den alten Stadtmauern sind zahlreiche sehenswerte historische Bauten erhalten, ja die ganze Altstadt steht unter Ensembleschutz. Alle zwei Jahre werden viele dieser schönen Häuser für ein Wochenende zu Galerien für Künstlerinnen und Künstler, Plätze und interessante Altstadtecken zu Musikbühnen für Bands aus dem ganzen deutschsprachigen Raum. ARTBREIT heißt dieses Kunstfest mit mehr als 30-jähriger Tradition, das am 16. und 17.Mai 2026 wieder statt fand. Viele Besucherkommen von weither und die Stadt wird zur großen Begegnungsstätte von Einheimischen und Gästen. Die Marktbreiter Wirte runden das Ganze mit lukullischen Köstlichkeiten ab. Auf den Plätzen verbreitet ARTBREIT eine regelrechte Festivalstimmung, während es in mancher Gasse beschaulich bleibt und Kunstfreunde Muße finden, sich mit Gemälden, Grafiken und Skulpturen ruhig auseinanderzusetzen.

lebensgroße Bronzefigur mit Mensch

Organisationsleiter ist der Vorstand des Heimatvereins Marktbreit, Dr. Claus Peter Berneth. Obwohl er schon seit mehr als 40Jahren in der Stadt lebt, ist die „Gewöhnung an all das Interessante und Schöne zum Glück nur wenig fortgeschritten. “Besonders gern begegneter bei seinen Gängen durch die Altstadt „einem Bekannten – er steht jahrein, jahraus an derselben Stelle und malt mir jedes Mal ein freudiges Lächeln ins Gesicht.“ Diese freundliche Figur ist der „Lauscher“, eine lebensgroße Bronzeskulptur des Bildhauers Prof. Karl-Henning Seemann. Für Berneth hat sie eine „längere, interessante und schöne Vorgeschichte.“ Karl-Henning Seemanns Plastiken verschönern viele Städte im Land. An der ARTBREIT nahm er mehrmals teil. 2007 hatte er sogar eine Einzelausstellung mit vielen großen Bronzemenschen in der ganzen Altstadt. Eine Skulptur neben dem Rathaus fand den Gefallen zahlreicher Marktbreiterinnen und Marktbreiter, und sie nannten den Herrn „Lauscher“, weil er seine Hand am Ohr hielt und in Richtung Ratssaal zu lauschen schien. Sie hätten ihn gerne behalten. Karl-Henning Seemann war darüber so erfreut und motiviert, dass er einen „echten Lauscher“ neu schuf, der dann durch Spenden von Marktbreiter Bürgern, Firmen und Institutionen finanziert und an gleicher Stelle aufgestellt wurde. Nicht nur deshalb ist der „Lauscher“ schnell ein echter Marktbreiter geworden – und Claus Peter Berneths Lieblingsstück.

Kontakt: www.artbreit.de