Jüdisches Kulturmusem und Synagoge Veitshöchheim

Veitshöchheim Jüdisches Kulturmuseum Foto R. Grunert-Held

Museum zur Geschichte und Kultur der Juden in Veitshöchheim und Franken

Schauplatz Dorf

Die barocke Synagoge von 1730 ist eindrucksvoller Mittelpunkt des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim. Sie bildete das Zentrum der seit 1644 hier ansässigen jüdischen Gemeinde, die 1942 mit der Deportation der letzten noch am Ort lebenden Juden ausgelöscht wurde. 1940 wurde das Innere der Synagoge zerstört, als diese zu einem Feuerwehrhaus umgebaut wurde. 1986 fand man jedoch viele Teile der zerschlagenen Inneneinrichtung im Fußboden und entschloss sich, diese nach alten Fotovorlagen von 1926 wiederherzustellen. Nach der Wiedereinweihung 1994 ist die Veitshöchheimer Synagoge heute als religiöser Ort nutzbar.

Direkt neben der Synagoge wurde ein ehemaliges jüdisches Wohnhaus von 1738 als Museum eingerichtet. Unter dem Titel „Schauplatz Dorf“ widmet sich die Dauerausstellung in den verschiedenen Räumen des Museums und auch der Synagoge der Lebenswirklichkeit der hier im Dorf und in der Region lebenden Juden. Es geht um Netzwerke, Verflechtungen, Trennungen, Alltäglichkeiten und Diskrepanzen, die jüdisches Leben in einem Dorf bestimmt haben.

Die ausgestellten Objekte stammen aus der Genisa – einer Ablage im Dachboden der Synagoge. Darin wurden Texte und Gegenstände dauerhaft abgelegt, die man nach religiösem Gebot nicht vernichten durfte. So fand man in der Genisa hebräische und jüdische Texte mit religiösem Inhalt, aber auch Weltliches wie Märchen, Fabeln, Geschichten genauso wie Briefe, Quittungen, Schreibübungen und vieles mehr.

Die Schriften ermöglichen den Besuchern einen facettenreichen Blick in den jüdischen Alltag vergangener Zeiten und sie erzählen Veitshöchheimer Geschichte.

Öffnungszeiten

01. März bis 31. Oktober
Mittwoch, Samstag und Sonntag: 14:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag: 15:00 bis 18:00 Uhr

Preise

Erwachsene: 2,00 €
Ermäßigt 1,00 €
Kinder unter 6 Jahren frei