Ursprünglich Sitz eines bischöflichen Beamten, beeindruckt er mit seinem 55 Meter hohen romanischen Turm und dem Wenzelsaal aus dem 13. Jahrhundert – dem ältesten Profanraum der Stadt.
1256 wird erstmals ein städtischer Rat erwähnt, 1316 erwerben Bürgermeister und Rat den Grafeneckart – ein Symbol für das Streben der Würzburger Bürger nach Unabhängigkeit vom Bischof.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Rathaus stetig erweitert: Nach Westen schließt sich der Rote Bau (1659/60, Spätrenaissance) an, nördlich das ehemalige Karmelitenkloster, das im 19. Jahrhundert hinzukam.
Im Zweiten Weltkrieg überstand nur der Grafeneckart mit der Giebelfront des Roten Baus die Bombennacht 1945. Heute beherbergt der Südflügel (1986) den neuen Ratssaal mit monumentalen Fresken zur Stadtgeschichte.
Vor dem Grafeneckart steht der barocke Vierröhrenbrunnen von 1765.
Grafeneckart und Rathaus
Der Grafeneckart ist der älteste und schönste Teil des Würzburger Rathauses.